Zurzeit zählt der Verein 242 Mitglieder (Stand im Januar 2008). Das Eintrittsalter in den Jugendclub ist auf mindestens 14 Jahre festgesetzt. In der Altersgruppe bis einschließlich 15 Jahren zählt der Verein im Moment 17 Mitglieder. Auf die Unterstützung von 111 Mitgliedern im Alter von 16 bis 25 Jahren können wir ebenso zählen wie auf die nunmehr 114 Mitglieder ab 26 Jahre

Der Anfang

Am 16. April 1976 wurde der Jugendclub Pünderich im Pfarrheim gegründet. Zur Gründungsversammlung erschienen 65 Jugendliche. Ziel war es, einen Treffpunkt für Jugendliche zu schaffen und damit Möglichkeiten einer sinnvollen Freizeitgestaltung. Bei der Gründung standen nur zwei kleine Räume im Pfarrheim zur Verfügung. Die relativ große Anzahl von Jugendlichen am  Gründungstag machte jedoch sofort deutlich, dass die gegebenen Räume nicht ausreichen würden. Daraufhin stellte die Pfarrei den Jugendlichen die ehemalige Scheune zur Verfügung. In Eigenleistung wurden diese ersten Räume ausgebaut. Noch im gleichen Jahr stieg die Mitgliederzahl auf über 100 Jugendliche an.

1977 begann der Jugendclub Pünderich mit Filmvorführungen. Zudem wurde eine Tanzgruppe gegründet und das erste Jugendfest ausgerichtet. Der Verein bot somit seinen Mitgliedern vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten und etablierte sich zügig in der Gemeinde.  In  der  gesamten  Region  war  die  Bezeichnung  „JCP“  (für  Jugendclub  Pünderich e. V.) fortan ein Begriff. Ende des Jahres zählte der Verein mehr als 200 Mitglieder. Diese Entwicklung fortzusetzen war Anliegen der damaligen Verantwortlichen.

1982 begann der Umbau der Jugendräume mit dem zusätzlichen Ausbau der Toilettenanlage im Hauptgebäude. Diese Maßnahme wurde ausschließlich in Eigenleistung durchgeführt.

Die Konzertjahre des JCP

Die Jahre von 1984 bis 1996 können als „Konzertjahre“ des JCP bezeichnet werden. Zahleiche Großveranstaltungen wurden in diesem Zeitraum vom Jugendclub Pünderich organisiert. 1983 sammelte der Verein in Pünderich und Umgebung über 2.000 Unterschriften, um die damals führende deutsche Rockgruppe BAP zu einem Auftritt in Pünderich zu bewegen. Diese Unterschriftenaktion hatte Erfolg und am 01. März 1984 begann der Kartenvorverkauf für das Konzert in der Sporthalle Zell-Kaimt. Innerhalb einer Stunde waren an diesem Tag alle 3.200 Eintrittskarten verkauft. Dieses Ergebnis und das Ende Juni 1984 durchgeführte Konzert waren sicherlich einer der Höhepunkte in der bisherigen Vereinsgeschichte. Überhaupt gehörte das Jahr 1984 zu den aktivsten Veranstaltungsjahren des Jugendclubs. Insgesamt fanden 78 Veranstaltungen statt, darunter 19 Filmveranstaltungen mit rund 1.500 Besuchern. Ein weiteres Konzert der Gruppe BAP (1986) mit 3.500 Besuchern, das Klaus-Lage-Konzert (1987) mit 2.500 Besuchern und ein Konzert mit der Band Fools Garden zum 20jährigen Jubiläum 1996 mit rund 3.000 Besuchern rundeten die „Konzertjahre“ des Jugendclubs Pünderich ab. Natürlich wurde auch während dieser Jahre nicht nur gefeiert. Die 10tägige Fahrt in die ehemalige DDR im Jahr 1989 gehört ebenso zu den Highlights des Vereins wie die genannten Konzerte.

                                  

                                          Der Ausbau des Jugendzentrums

1995 wurde wieder in das Vereinsheim investiert. Dieses Mal standen der Einbau von Ölöfen – bis dahin wurde nur mit Holzöfen geheizt – und das Pflastern der Außenanlage auf dem Programm. Auch wurde in diesem Jahr die Kindertanzgruppe des JCP gegründet.

                                                                                                                                    

Im Jahr 2000 wurde der Speicher über der ehemaligen Scheune ausgebaut. Genutzt wird er als zusätzlicher Raum für Versammlungen und Gesprächsrunden oder für gemeinsame Fernsehabende. Dadurch erweiterte sich das Angebot für die Jugendlichen nochmals deutlich.

 

 

 

 

Im Jahr 2003 ließ der Jugendclub im gesamten Gebäudeteil neue Fenster und Türen einbauen, die dem aktuellen Stand für Schallschutzmaßnahmen entsprachen. Rückblickend können wir anfügen, dass diese Investition äußerst lohnend war. Das Verhältnis zu unseren Nachbarn wurde auch wegen dieser Baumaßnahme deutlich entspannter. Zusammen mit den neuen Fenstern und Türen wurden die alten Ölöfen entfernt und wir investierten zusammen mit dem Pfarrheim in eine Zentralheizung.

Im Jahr 2005 wurde der Jugendclub fast komplett renoviert. Eine neue Abwasseranlage, neue Fliesen im Hauptraum und der Toilettenanlage, der Umbau der Theke, der Einbau einer Lüftungsanlage und die Verkleidung der Decken mit Holz beschäftigten die aktiven Mitglieder mehrere Wochen. Auch hier wurden wieder sehr viele Arbeiten in Eigenleistung absolviert.

Zwei Jahre später stand die nächste Baumaßnahme des JCP an. Da die Räumlichkeiten nun in optimalem Zustand waren, konnten sich die Verantwortlichen anderen Problemen widmen. In mehr als 30 Jahren vervielfältigte sich das Inventar des Vereins deutlich und da nicht jeder Gegenstand in unserem feuchten Keller gelagert werden kann, so wurde beschlossen, ein Gartenhaus mit einem davor gelegenem Grillplatz zu errichten. Besonders die jüngsten Mitglieder des Vereins lernten beim Bau des Gartenhauses selbst Hand anzulegen. Ob beim Pflastern, Streichen oder Errichten der Holzkonstruktion – für viele waren es die ersten handwerklichen Erfahrungen. In zahlreichen Stunden der Zusammenarbeit wuchs auch die Gemeinschaft unter den Jugendlichen der unterschiedlichen Altersgruppen.

    

 

Themenabende und Tanzkurse

In jüngster Vergangenheit wurden zwar keine großen Konzerte mehr organisiert, dafür können wir mit Stolz auf sinnvolle und nicht weniger interessante Themenabende zurückblicken.  Im Jahr 2005 hatten wir mit dem Info-Abend für Jugendliche und Erwachsene zum Thema „Sekten – eine neue Religion? und deren Weltanschauung“ mit dem Hintergrund ihrer Entstehung, ihrer Ziele, ihrer Erkennungsmerkmale und wie sie Jugendliche in ihren Bann ziehen, einen gefüllte Saal.

Im gleichen Jahr konnten wir zur Freude Vieler einen Tanzkurs organisieren. Zwölf Jugendliche trafen sich acht Wochen regelmäßig mit hilfsbereiten Eltern aus der Gemeinde, die ihnen die ersten Tanzschritte vermittelten. Im Jahr 2006 ist es uns gelungen, einen jüdischen Zeitzeugen des Holocausts für einen Vortrag zu gewinnen. Er erzählte seine Lebensgeschichte mit Deportation nach Auschwitz, die er als einziger seiner Familie überlebte.

Weiter konnten wir uns im Jahr 2006 über hohen Besuch freuen. Bischof Ticona aus dem bolivianischen Patacamaya hielt sich zur Verabschiedung eines Weihbischofs aus Trier in der Region auf. Er hörte von unserem gemeinnützigen Tätigkeitsfeld und ersuchte um ein Treffen mit den Jugendlichen des Ortes in unserem Jugendzentrum. Dort wurde dann in angenehmer Atmosphäre diskutiert. Dabei dürfte ein nachhaltiger Eindruck bei den Jugendlichen über die deutlich schlechteren Lebensumstände der Jugendlichen in Bolivien geblieben sein.

 

 

Auch im Jahr 2007 wurde wieder ein Diskussionsabend durchgeführt. Das Thema „Situation der Palästinenser im heutigen Staat Israel – Ursachen – Wirkung – Lösung“ hatte somit direkten Bezug zum aktuellen Konflikt zwischen Israel und Palästina.

Da der Tanzkurs im Jahr 2005 großen Anklang bei den Jugendlichen fand und erneut Anfragen der jüngeren Mitglieder eingingen, wurde überdies im vergangenen Jahr eine Neuauflage des Tanzkurses realisiert.

 

 

 

 

Die Gemeinnützigkeit des JCP

Neben der Tatsache, dass der Jugendclub Pünderich die Investitionen an den Räumlichkeiten zum Großteil immer wieder selbst finanziert hat – was bezüglich der laufenden Kosten der Räume für Heizung, Strom, Wasser, Versicherung, usw. sogar ausschließlich gilt – soll an dieser Stelle auch betont werden, dass der JCP bisher mehr als 6.000,- Euro zu Gunsten von Einrichtungen für Kinder und Jugendliche gespendet hat. Dies soll verdeutlichen, dass die Verantwortlichen des Jugendclubs Pünderich auch bewiesen haben, dass Jugendliche sich heutzutage sehr wohl für wichtige Ziele zu engagieren wissen und nicht nur an sich selbst denken.

Neben den Geldspenden bringen wir uns auch aktiv in das Dorfgeschehen ein, indem wir uns bei der Ausrichtung der Weinkirmes engagieren und den dazugehörigen „Freitagabend“ eigenverantwortlich gestalten.

Weitere regelmäßige Aktionen sind für uns im Frühjahr die Kleidersammlung zugunsten der Bolivienhilfe des Bistums Trier und im Herbst die Sammlung zugunsten der deutschen Kriegsgräberfürsorge. Weiter zählen die aktive Mithilfe bei der Säuberung des Moselufers und die Gestaltung des Altars auf dem Schulhof (für die in Pünderich alle zwei Jahre stattfindende Prozession an Fronleichnam) zu unserem fest eingeplanten Programm. Des Weiteren unterstützen wir die Jugendarbeit der Verbandsgemeinde Zell bei den verschiedensten Anfragen.

Das Lied des JCP

In erster Linie ist unser Jugendzentrum in Pünderich jedoch für die zahlreichen Mitglieder von 14 bis 25 Jahre jeden Tag eine Stätte der Begegnung mit vielen Beschäftigungsmöglichkeiten, wie beispielsweise Diskussionen, Partys, Vereinsfahrten, Tanzen, Sport, Spiel und anderem. Neben dem Alltagsleben – unser Jugendzentrum ist im Regelbetrieb sieben Tage in der Woche geöffnet (gebunden an Öffnungszeiten) und wird von den Jugendlichen in Eigenregie betrieben – stehen somit zahlreiche organisatorische Aufgaben an. Das Thema Jugendclub Pünderich könnte an dieser Stelle noch weiter ausgeführt werden, doch würde dies einen zu großen Umfang einnehmen. Wir hoffen dennoch, dass ein allgemeiner Überblick über unseren Jugendclub vermittelt werden konnte. Abschließend möchten wir noch mit Stolz anmerken, dass der Pündericher Peter Friesenhahn für den Jugendclub ein Lied geschrieben hat. Zwar werden in diesem Lied auch Missstände angesprochen, doch wie das Ende des Liedes, so ist auch das Gesamtpaket Jugendclub Pünderich in sich stimmig und findet großen Anklang in der Bevölkerung – und das nicht nur bei den Jugendlichen!

 

 

Viel  Spaß beim Hören des Liedes und beim weiteren Stöbern auf unserer Homepage.

 

Alle Vorsitzende und ihre Vertreter seit 1976

Jahr* 1. Vorsitzender 2. Vorsitzender Mitgliederzahl
 
1976 (Apr.) Karl-Heinz Simon   65
1976 (Juli) Karl-Heinz Simon Anita Nilles  
1976 (Nov.) Karl-Heinz Simon Anita Nilles 74
1977 (März) Karl-Heinz Simon Hans-Günter Busch  
1977 (Juli) Karl-Heinz Simon Hermann Feiden 182
1978 (Jan.) Karl-Heinz Simon Clemens Busch 234
1978 (Dez.) Karl-Heinz Simon Hermann Heimes 270
1979 (Sep.) Karl-Heinz Simon Hermann Heimes 270
1980 (Jan.) Karl-Heinz Simon Hans Josef Simon 159
1981 (Jan.) Karl-Heinz Simon Torsten Feiden 160
1981 (Okt.) Klaus Simon Egon Feiden  
1982 (Jan.) Klaus Simon Egon Feiden  
1982 (Okt.) Karl-Heinz Simon Joachim Hochscheid 130
1983 (Aug.) Karl-Heinz Simon Manfred Schmitt 143
1984 (Apr.) Karl-Heinz Simon Klaus Simonis 143
1985 (Feb.) Erwin Siweris Karl-Heinz Simon 166
1985 (Sep.) Erwin Siweris Karl-Heinz Simon  
1986 (Feb.) Manfred Schmitt Ulrich Schneiders 180
1986 (Aug.) Karin Burg Klaus Simonis 180
1987 Karin Burg Oliver Faßbender  
1988 Dieter Bauer Jörg Schmitz  
1989 Thomas Schier Jochen Jäschke  
1990 Jochen Jäschke Jürgen Zimmer  
1991 Jochen Jäschke Jürgen Zimmer  
1992 Jochen Jäschke Jürgen Zimmer  
1993 Jochen Jäschke Jürgen Zimmer  
1994 Jochen Jäschke Christian Junk  
1995 Jochen Jäschke Christian Junk  
1996 Jochen Jäschke Jürgen Zimmer  
1997 Jochen Jäschke Daniel Dahm  
1998 Daniel Dahm Oliver  Lenz 296
1999 Daniel Dahm Daniel Pauly 327
2000 Daniel Dahm Roman Simon  
2001 Daniel Dahm Christina Wirtz 297
2002 Roman Simon Daniel Busch 309
2003 Daniel Pauly Johannes Lenz 309
2004 Carsten Harmel Karsten Krempel 262
2005 Carsten Harmel Dominik Busch 233
2006 Carsten Harmel Dominik Busch 243
2007 Carsten Harmel Martin Simon 248
2008 Martin Simon Michael Schmitz 243
2009

Martin Simon

Michael Schmitz

241

 
 

 

Der Vorstand des JCP